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Berlinale-Tickets begehrter denn je
Seit 10 Uhr läuft der Kartenvorverkauf für die Berlinale

Montagvormittag, der Vorverkauf für die Berlinale hat begonnen. Direkt nach Verkaufsstart war das Online-Ticket-System überlastet, vor den Vorverkaufsstellen gab es zwei über 40 Meter lange Schlangen. Eine Kundin sagte, sie habe noch nie einen größeren Andrang beim Vorverkauf gesehen. Doch trotz der Wartezeit von durchschnittlich zwei Stunden, wirkten die Menschen vor Ort gelassen und unterhielten sich entspannt.Wir sagen Ihnen, wie und wo Sie an Berlinale-Tickets gelangen.

Wann und wo

Die Öffnung der Schalter war noch lange nicht in Sicht, doch bereits am Sonntagnachmittag hatten sich in den Potsdamer Platz Arkaden einige Dutzend Filmjünger vor den Berlinale-Kassen eingefunden, ausgerüstet mit Klappstühlen, Luftmatrazen und Proviant.

Sie wollten die Ersten sein, denn der Countdown läuft: Auf die Minute pünktlich um zehn Uhr beginnt am heutigen Montag der Vorverkauf für die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin vom 9. bis 19. Februar. Tickets gibt es dann täglich von 10 bis 20 Uhr an den Zentralen Vorverkaufsstellen in den Arkaden am Potsdamer Platz, im Kino International, Karl-Marx-Allee 33 in Mitte, und im Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24 in Wilmersdorf.

Der Kartenvorverkauf findet jeweils drei Tage, für die Wettbewerbswiederholungen vier Tage im Voraus statt. Ab Vorverkaufsbeginn sind Eintrittskarten auch bei allen an das Eventim-Netz angeschlossenen Theaterkassen gegen eine Vorverkaufsgebühr von zwei Euro erhältlich. Am Tag der Vorstellung sind Tickets nur an den Tageskassen der Kinos erhältlich.

Für alle Vorführungen im Friedrichstadt-Palast, im HAU, in den Spielstätten des Kulinarischen Kinos, der Reihen Happy Birthday, Studio Babelsberg und Berlinale goes Kiez startet der Vorverkauf ebenfalls am 6. Februar. Ebenso für den Berlinale Kinotag am 19. Februar. Generell, außer in der Sektion Generation, gilt: Rein darf, wer über 18 Jahre alt ist.

Ticketpreise

Für die regulären Vorstellungen unter anderem in den Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum und der Perspektive Deutsches Kino kostet ein Ticket zwischen acht und zwölf Euro, am Berlinale Kinotag sechs Euro. 3-D-Vorführungen kosten zwei Euro extra. An den Kinokassen kann nur in bar bezahlt werden, an den Vorverkaufskassen werden auch EC-Karten akzeptiert. Ein Tipp: In der Sektion Wettbewerb werden noch nicht verkaufte Tickets 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn zum halben Preis verkauft – auf solche Restkarten zu setzen ist bei großer Popularität des Wettbewerbsbeitrages riskant.

Für Schüler, Studenten, Behinderte, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Inhaber des Berlinpasses und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst gibt es an den Tageskassen 50 Prozent Ermäßigung.

Online kaufen

Nach Verkaufsstart am Montagmorgen um 10 Uhr war das Online-System sofort überlastet. Immer mehr Besucher nutzen den Onlinevorverkauf, auch wenn das Onlinekontingent begrenzt ist. Der Verkauf ist direkt aus der Programmdarstellung auf der Homepage www.berlinale.de verlinkt und kostet 1,50 Euro Bearbeitungsgebühr pro Ticket extra. Die Bezahlung läuft nur über Kreditkarte, nachträgliche Bestelländerungen sind nicht möglich. Die gebuchten Karten können zwischen 10 und 19.30 Uhr gegen Vorlage der ausgedruckten Bestellbestätigung und des Personalausweises abgeholt werden. Das geht allerdings nur am Internetcounter der Berlinale in den Arkaden am Potsdamer Platz. Da es hier durchaus mal zu Wartezeiten kommen kann, sollte man seine Tickets besser nicht erst kurz vor Vorstellungsbeginn abholen. Wer sich allerdings schon auf die erste Vorstellung des indischen Superstars Shah Rukh Khan gefreut hat, muss sich bis zur zweiten Runde gedulden. Innerhalb kürzester Zeit waren die Tickets für die Bollywood-Produktion ausverkauft.

Rollstuhlplätze

Alle Kinos mit Ausnahme des Delphi Filmpalastes, Filmkunst 66 und des Hackesche Höfe Kinos sind rollstuhlgerecht. In vielen Lichtspieltheatern gibt es eine begrenzte Anzahl von Rollstuhlplätzen. Eintrittskarten sind bei vorheriger telefonischer Bestellung ab dem 6. Februar unter der Nummer 259 20 259 täglich von 11 bis 17 Uhr oder per Fax unter 030-259 20 230 buchbar. Die Eintrittspreise richten sich nach der jeweiligen Vorstellung, das Ticket für die Begleitperson ist kostenfrei. Die bestellten Karten sind ab dem 9. Februar im Berlinale-Servicecenter, Eichhornstraße 3 am Potsdamer Platz, erhältlich.
Berlinale-Tickets begehrter denn je
Seit 10 Uhr läuft der Kartenvorverkauf für die Berlinale

Montagvormittag, der Vorverkauf für die Berlinale hat begonnen.
Seit 10 Uhr läuft der Kartenvorverkauf für die Berlinale

Montagvormittag, der Vorverkauf für die Berlinale hat begonnen. Direkt nach Verkaufsstart war das Online-Ticket-System überlastet, vor den Vorverkaufsstellen gab es zwei über 40 Meter lange Schlangen. Eine Kundin sagte, sie habe noch nie einen größeren Andrang beim Vorverkauf gesehen. Doch trotz der Wartezeit von durchschnittlich zwei Stunden, wirkten die Menschen vor Ort gelassen und unterhielten sich entspannt.Wir sagen Ihnen, wie und wo Sie an Berlinale-Tickets gelangen.

Wann und wo

Die Öffnung der Schalter war noch lange nicht in Sicht, doch bereits am Sonntagnachmittag hatten sich in den Potsdamer Platz Arkaden einige Dutzend Filmjünger vor den Berlinale-Kassen eingefunden, ausgerüstet mit Klappstühlen, Luftmatrazen und Proviant.

Sie wollten die Ersten sein, denn der Countdown läuft: Auf die Minute pünktlich um zehn Uhr beginnt am heutigen Montag der Vorverkauf für die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin vom 9. bis 19. Februar. Tickets gibt es dann täglich von 10 bis 20 Uhr an den Zentralen Vorverkaufsstellen in den Arkaden am Potsdamer Platz, im Kino International, Karl-Marx-Allee 33 in Mitte, und im Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24 in Wilmersdorf.

Der Kartenvorverkauf findet jeweils drei Tage, für die Wettbewerbswiederholungen vier Tage im Voraus statt. Ab Vorverkaufsbeginn sind Eintrittskarten auch bei allen an das Eventim-Netz angeschlossenen Theaterkassen gegen eine Vorverkaufsgebühr von zwei Euro erhältlich. Am Tag der Vorstellung sind Tickets nur an den Tageskassen der Kinos erhältlich.

Für alle Vorführungen im Friedrichstadt-Palast, im HAU, in den Spielstätten des Kulinarischen Kinos, der Reihen Happy Birthday, Studio Babelsberg und Berlinale goes Kiez startet der Vorverkauf ebenfalls am 6. Februar. Ebenso für den Berlinale Kinotag am 19. Februar. Generell, außer in der Sektion Generation, gilt: Rein darf, wer über 18 Jahre alt ist.

Ticketpreise

Für die regulären Vorstellungen unter anderem in den Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum und der Perspektive Deutsches Kino kostet ein Ticket zwischen acht und zwölf Euro, am Berlinale Kinotag sechs Euro. 3-D-Vorführungen kosten zwei Euro extra. An den Kinokassen kann nur in bar bezahlt werden, an den Vorverkaufskassen werden auch EC-Karten akzeptiert. Ein Tipp: In der Sektion Wettbewerb werden noch nicht verkaufte Tickets 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn zum halben Preis verkauft – auf solche Restkarten zu setzen ist bei großer Popularität des Wettbewerbsbeitrages riskant.

Für Schüler, Studenten, Behinderte, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Inhaber des Berlinpasses und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst gibt es an den Tageskassen 50 Prozent Ermäßigung.

Online kaufen

Nach Verkaufsstart am Montagmorgen um 10 Uhr war das Online-System sofort überlastet. Immer mehr Besucher nutzen den Onlinevorverkauf, auch wenn das Onlinekontingent begrenzt ist. Der Verkauf ist direkt aus der Programmdarstellung auf der Homepage www.berlinale.de verlinkt und kostet 1,50 Euro Bearbeitungsgebühr pro Ticket extra. Die Bezahlung läuft nur über Kreditkarte, nachträgliche Bestelländerungen sind nicht möglich. Die gebuchten Karten können zwischen 10 und 19.30 Uhr gegen Vorlage der ausgedruckten Bestellbestätigung und des Personalausweises abgeholt werden. Das geht allerdings nur am Internetcounter der Berlinale in den Arkaden am Potsdamer Platz. Da es hier durchaus mal zu Wartezeiten kommen kann, sollte man seine Tickets besser nicht erst kurz vor Vorstellungsbeginn abholen. Wer sich allerdings schon auf die erste Vorstellung des indischen Superstars Shah Rukh Khan gefreut hat, muss sich bis zur zweiten Runde gedulden. Innerhalb kürzester Zeit waren die Tickets für die Bollywood-Produktion ausverkauft.

Rollstuhlplätze

Alle Kinos mit Ausnahme des Delphi Filmpalastes, Filmkunst 66 und des Hackesche Höfe Kinos sind rollstuhlgerecht. In vielen Lichtspieltheatern gibt es eine begrenzte Anzahl von Rollstuhlplätzen. Eintrittskarten sind bei vorheriger telefonischer Bestellung ab dem 6. Februar unter der Nummer 259 20 259 täglich von 11 bis 17 Uhr oder per Fax unter 030-259 20 230 buchbar. Die Eintrittspreise richten sich nach der jeweiligen Vorstellung, das Ticket für die Begleitperson ist kostenfrei. Die bestellten Karten sind ab dem 9. Februar im Berlinale-Servicecenter, Eichhornstraße 3 am Potsdamer Platz, erhältlich.

Der Tagesspiegel, [06.02.2012]

 
Neuer Buddy Bär zur 62. Berlinale
Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte

Vom 09. bis 19. Februar 2012 findet die 62. Berlinale statt.
Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte

Vom 09. bis 19. Februar 2012 findet die 62. Berlinale statt. Passend zu einem der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie, ist die neuste Buddy Bär Miniatur "Filmstadt Berlin" erhältlich. Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte.

Neben Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" oder den Klassikern "Metropolis" und "M – eine Stadt sucht einen Mörder", sind der Potsdamer Platz und der Zoo Palast als aktuelle Schauplätze von Premierenfeiern und Filmfestspielen zu sehen.

Berlin schaut auf eine lange Filmtradition zurück und ist heute eine wachsende lebendige Filmstadt. Jedes Jahr entstehen hier rund 300 neue Filmproduktionen. Zahlreiche Synchronisationsstudios sowie mehrere hundert Film- und Fernsehproduktionsfirmen sind hier ansässig.

 

 
Gemütliches Warm Up für die Berlinale 2012
Nicht nur das Podium machte dieses Mal einen leicht müden Eindruck

"Ziehen Sie sich warm an“, empfahl Dieter Kosslick auf der diesjährigen Pressekonferenz zur bevorstehenden Berlinale.
Nicht nur das Podium machte dieses Mal einen leicht müden Eindruck

"Ziehen Sie sich warm an“, empfahl Dieter Kosslick auf der diesjährigen Pressekonferenz zur bevorstehenden Berlinale. Vorbildhaft trägt er selbst im überheizten Saal des Bundespresseamts wie immer einen schützenden Schal um den Hals. So gemütlich und saturiert geht es bekanntlich nicht überall auf der Welt zu.

Aufbrüche und Umbrüche hätten das Programm der 62. Internationalen Festspiele Berlins entsprechend kuratiert, so Dieter Kosslick, zahlreich die Geschichten um Aufstände und Revolutionen. Aus allen Teilen der bekannten und unbekannteren Welt erreichen uns Nachrichten von oft schmerzhaften gesellschaftlichen Umbrüchen, die, folgt man Kosslick, durchaus aber auch vergleichbar sind.

Geld und die Rettung des Selbst

Denn wenngleich es im Schlafzimmer von Hosni Mubarak kurz vor dem Sturz des Herrschers wahrscheinlich nicht ganz so sexy zuging, wie bei Marie Antoinette in dem Eröffnungsfilm „Les adieux à la reine“, am Ende geht es um Geld und die Rettung des Selbst. Da solche gesellschaftlichen Umbrüche stets eine Geschichte haben, wird es quer durch alle Sektionen Filme geben, die politische Entwicklungen, die Teilhabe an der Macht, über lange Zeiträume betrachten.

In besonderer Weise gilt dies wohl für den zuletzt für den Wettbewerb nominierten „White Deer Plain“ des chinesischen Regisseurs Wang Quan’an, die Adaption eines umstrittenen Buchs über die chinesische Geschichte. Angesichts von Zeit und Raum, die es da zu bewältigen gilt, erscheinen dreieinhalb Stunden Laufzeit tatsächlich nicht sehr lang.

Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen

Ob sich das epische Werk deshalb als Kurzfilm klassifizieren lässt, wie Kosslick es auf seine zum Scherz drängende Weise tut, sei dahingestellt. Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen eben, doch ohne seine Koketterien („Wie heißt das noch mal, wo man beim Telefonieren die Leute sehen kann?“) und grenzwertigen Kommentare wäre der Unterhaltungswert der Pressekonferenz nicht mehr messbar.

Allerdings ist die immer gleiche drängende Frage der Journalisten nach den Stars angesichts der gerade vorgestellten thematischen und formalen Vielheit der Filme ja auch nicht wirklich originell. Ganz neu ist in diesem Jahr dagegen das „Berlinale Special“ im Haus der Berliner Festspiele. Hier wird unter anderem das Bosnien-Drama von Angelina Jolie zu sehen sein, und nach den Abendvorstellungen besteht die Möglichkeit, mit den Filmemachern zu diskutieren.

Weiterhin gibt es aber zahlreiche Künstler, die nicht zur Berlinale kommen können, weil sie in ihren Heimatländern festgehalten werden, wie etwa der iranische Regisseur Jafar Panahi oder der chinesische Künstler Ai Weiwei. So ernst kann man Kunst auch nehmen.

Berliner Zeitung, [01.02.2012]

 

 
Seit 10 Uhr läuft der Kartenvorverkauf für die Berlinale

Montagvormittag, der Vorverkauf für die Berlinale hat begonnen. Direkt nach Verkaufsstart war das Online-Ticket-System überlastet, vor den Vorverkaufsstellen gab es zwei über 40 Meter lange Schlangen. Eine Kundin sagte, sie habe noch nie einen größeren Andrang beim Vorverkauf gesehen. Doch trotz der Wartezeit von durchschnittlich zwei Stunden, wirkten die Menschen vor Ort gelassen und unterhielten sich entspannt.Wir sagen Ihnen, wie und wo Sie an Berlinale-Tickets gelangen.

Wann und wo

Die Öffnung der Schalter war noch lange nicht in Sicht, doch bereits am Sonntagnachmittag hatten sich in den Potsdamer Platz Arkaden einige Dutzend Filmjünger vor den Berlinale-Kassen eingefunden, ausgerüstet mit Klappstühlen, Luftmatrazen und Proviant.

Sie wollten die Ersten sein, denn der Countdown läuft: Auf die Minute pünktlich um zehn Uhr beginnt am heutigen Montag der Vorverkauf für die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin vom 9. bis 19. Februar. Tickets gibt es dann täglich von 10 bis 20 Uhr an den Zentralen Vorverkaufsstellen in den Arkaden am Potsdamer Platz, im Kino International, Karl-Marx-Allee 33 in Mitte, und im Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24 in Wilmersdorf.

Der Kartenvorverkauf findet jeweils drei Tage, für die Wettbewerbswiederholungen vier Tage im Voraus statt. Ab Vorverkaufsbeginn sind Eintrittskarten auch bei allen an das Eventim-Netz angeschlossenen Theaterkassen gegen eine Vorverkaufsgebühr von zwei Euro erhältlich. Am Tag der Vorstellung sind Tickets nur an den Tageskassen der Kinos erhältlich.

Für alle Vorführungen im Friedrichstadt-Palast, im HAU, in den Spielstätten des Kulinarischen Kinos, der Reihen Happy Birthday, Studio Babelsberg und Berlinale goes Kiez startet der Vorverkauf ebenfalls am 6. Februar. Ebenso für den Berlinale Kinotag am 19. Februar. Generell, außer in der Sektion Generation, gilt: Rein darf, wer über 18 Jahre alt ist.

Ticketpreise

Für die regulären Vorstellungen unter anderem in den Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum und der Perspektive Deutsches Kino kostet ein Ticket zwischen acht und zwölf Euro, am Berlinale Kinotag sechs Euro. 3-D-Vorführungen kosten zwei Euro extra. An den Kinokassen kann nur in bar bezahlt werden, an den Vorverkaufskassen werden auch EC-Karten akzeptiert. Ein Tipp: In der Sektion Wettbewerb werden noch nicht verkaufte Tickets 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn zum halben Preis verkauft – auf solche Restkarten zu setzen ist bei großer Popularität des Wettbewerbsbeitrages riskant.

Für Schüler, Studenten, Behinderte, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Inhaber des Berlinpasses und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst gibt es an den Tageskassen 50 Prozent Ermäßigung.

Online kaufen

Nach Verkaufsstart am Montagmorgen um 10 Uhr war das Online-System sofort überlastet. Immer mehr Besucher nutzen den Onlinevorverkauf, auch wenn das Onlinekontingent begrenzt ist. Der Verkauf ist direkt aus der Programmdarstellung auf der Homepage www.berlinale.de verlinkt und kostet 1,50 Euro Bearbeitungsgebühr pro Ticket extra. Die Bezahlung läuft nur über Kreditkarte, nachträgliche Bestelländerungen sind nicht möglich. Die gebuchten Karten können zwischen 10 und 19.30 Uhr gegen Vorlage der ausgedruckten Bestellbestätigung und des Personalausweises abgeholt werden. Das geht allerdings nur am Internetcounter der Berlinale in den Arkaden am Potsdamer Platz. Da es hier durchaus mal zu Wartezeiten kommen kann, sollte man seine Tickets besser nicht erst kurz vor Vorstellungsbeginn abholen. Wer sich allerdings schon auf die erste Vorstellung des indischen Superstars Shah Rukh Khan gefreut hat, muss sich bis zur zweiten Runde gedulden. Innerhalb kürzester Zeit waren die Tickets für die Bollywood-Produktion ausverkauft.

Rollstuhlplätze

Alle Kinos mit Ausnahme des Delphi Filmpalastes, Filmkunst 66 und des Hackesche Höfe Kinos sind rollstuhlgerecht. In vielen Lichtspieltheatern gibt es eine begrenzte Anzahl von Rollstuhlplätzen. Eintrittskarten sind bei vorheriger telefonischer Bestellung ab dem 6. Februar unter der Nummer 259 20 259 täglich von 11 bis 17 Uhr oder per Fax unter 030-259 20 230 buchbar. Die Eintrittspreise richten sich nach der jeweiligen Vorstellung, das Ticket für die Begleitperson ist kostenfrei. Die bestellten Karten sind ab dem 9. Februar im Berlinale-Servicecenter, Eichhornstraße 3 am Potsdamer Platz, erhältlich.

Der Tagesspiegel, [06.02.2012]

 

 
Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte

Vom 09. bis 19. Februar 2012 findet die 62. Berlinale statt. Passend zu einem der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie, ist die neuste Buddy Bär Miniatur "Filmstadt Berlin" erhältlich. Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte.

Neben Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" oder den Klassikern "Metropolis" und "M – eine Stadt sucht einen Mörder", sind der Potsdamer Platz und der Zoo Palast als aktuelle Schauplätze von Premierenfeiern und Filmfestspielen zu sehen.

Berlin schaut auf eine lange Filmtradition zurück und ist heute eine wachsende lebendige Filmstadt. Jedes Jahr entstehen hier rund 300 neue Filmproduktionen. Zahlreiche Synchronisationsstudios sowie mehrere hundert Film- und Fernsehproduktionsfirmen sind hier ansässig.

 
Nicht nur das Podium machte dieses Mal einen leicht müden Eindruck

"Ziehen Sie sich warm an“, empfahl Dieter Kosslick auf der diesjährigen Pressekonferenz zur bevorstehenden Berlinale. Vorbildhaft trägt er selbst im überheizten Saal des Bundespresseamts wie immer einen schützenden Schal um den Hals. So gemütlich und saturiert geht es bekanntlich nicht überall auf der Welt zu.

Aufbrüche und Umbrüche hätten das Programm der 62. Internationalen Festspiele Berlins entsprechend kuratiert, so Dieter Kosslick, zahlreich die Geschichten um Aufstände und Revolutionen. Aus allen Teilen der bekannten und unbekannteren Welt erreichen uns Nachrichten von oft schmerzhaften gesellschaftlichen Umbrüchen, die, folgt man Kosslick, durchaus aber auch vergleichbar sind.

Geld und die Rettung des Selbst

Denn wenngleich es im Schlafzimmer von Hosni Mubarak kurz vor dem Sturz des Herrschers wahrscheinlich nicht ganz so sexy zuging, wie bei Marie Antoinette in dem Eröffnungsfilm „Les adieux à la reine“, am Ende geht es um Geld und die Rettung des Selbst. Da solche gesellschaftlichen Umbrüche stets eine Geschichte haben, wird es quer durch alle Sektionen Filme geben, die politische Entwicklungen, die Teilhabe an der Macht, über lange Zeiträume betrachten.

In besonderer Weise gilt dies wohl für den zuletzt für den Wettbewerb nominierten „White Deer Plain“ des chinesischen Regisseurs Wang Quan’an, die Adaption eines umstrittenen Buchs über die chinesische Geschichte. Angesichts von Zeit und Raum, die es da zu bewältigen gilt, erscheinen dreieinhalb Stunden Laufzeit tatsächlich nicht sehr lang.

Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen

Ob sich das epische Werk deshalb als Kurzfilm klassifizieren lässt, wie Kosslick es auf seine zum Scherz drängende Weise tut, sei dahingestellt. Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen eben, doch ohne seine Koketterien („Wie heißt das noch mal, wo man beim Telefonieren die Leute sehen kann?“) und grenzwertigen Kommentare wäre der Unterhaltungswert der Pressekonferenz nicht mehr messbar.

Allerdings ist die immer gleiche drängende Frage der Journalisten nach den Stars angesichts der gerade vorgestellten thematischen und formalen Vielheit der Filme ja auch nicht wirklich originell. Ganz neu ist in diesem Jahr dagegen das „Berlinale Special“ im Haus der Berliner Festspiele. Hier wird unter anderem das Bosnien-Drama von Angelina Jolie zu sehen sein, und nach den Abendvorstellungen besteht die Möglichkeit, mit den Filmemachern zu diskutieren.

Weiterhin gibt es aber zahlreiche Künstler, die nicht zur Berlinale kommen können, weil sie in ihren Heimatländern festgehalten werden, wie etwa der iranische Regisseur Jafar Panahi oder der chinesische Künstler Ai Weiwei. So ernst kann man Kunst auch nehmen.

Berliner Zeitung, [01.02.2012]

 
Bei beißender Kälte und Schneefall luden Berliner Museen zur Langen Nacht

Als Eva Hausknecht zum letzten Mal in solch einer engen Grenzabfertigungskabine stand, bekam sie einen Lachkoller. Das war am 1. Dezember 1989, wenige Wochen nach dem Fall der Mauer, und die Goslarerin musste zu einer Tagung nach Ostdeutschland. „Ich hatte die fünf Mark Einreisegebühr als Münzgeld in der Hand, doch sie passten nicht durch den schmalen Schlitz unter dem Sicherheitsglas“, erinnert sich Hausknecht. Da habe sie vor der Grenzbeamtin einen Lachanfall bekommen. „Ich musste daran denken, wie ich wenige Wochen zuvor in so einer Situation noch total panisch reagiert hätte und musste immer mehr lachen."

Mehr als 20 Jahre später wirkt sie sehr gelassen.

Auch wenn der Besuch des Tränenpalasts nicht gerade sehr angenehme Erinnerungen an zahlreiche angsterfüllte Grenzkontrollen in Hausknecht wachruft – doch wiedersehen wollte sie ihn.

Eva Hausknecht ist an diesem Samstagabend mit ihrem Sohn Joachim auf der 30. Langen Nacht der Museen unterwegs. Der Tränenpalast ist die erste Station von Mutter und Sohn, die sich über diese besondere Gelegenheit freuen: Denn die ehemalige Ausreisehalle am Bahnhof Friedrichstraße nimmt erstmals an der Langen Nacht teil, da hier erst im September 2011 nach der Sanierung des Hauses die Ausstellung „GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung“ eröffnet wurde.

Bereits um kurz nach 18 Uhr, direkt zu Beginn der Langen Nacht, betreten nach und nach immer mehr Menschen den Tränenpalast. Sie schütteln sich den Schnee von Mützen und Jacken und freuen sich über die Wärme im Museum, denn draußen hat es bei Minusgraden angefangen, leicht zu schneien.

Wer an diesem Abend zu Fuß unterwegs ist und die beißende Kälte im Gesicht spürt, ist froh, wenn er dick angezogen ist. Oder wenn er bequem und warm in einem der Shuttlebusse sitzt, die die Besucher vom logistischen Zentrum am Kulturforum auf sechs Routen zu den 70 teilnehmenden Häusern innerhalb des S-Bahn-Ringes bringen. „Es ist immer sehr charmant in diesen Bussen“, sagt Sigrid Peter. „Es herrscht eine nette Atmosphäre, man unterhält sich schon mal untereinander und es passen immer zehn Menschen mehr hinein als man denkt."

Sigrid Peter ist mit Günter Paus schon zum zehnten Mal auf der Langen Nacht dabei, die beiden sind quasi alte Hasen. Gerade schauen sie sich die Ausstellung zur deutschen Geschichte im Historiale Museum Unter den Linden an, auch dieses Haus nimmt zum ersten Mal teil. „Mehr als vier Museen in Ruhe anzusehen schafft man einfach nicht“, weiß Sigrid Peter. Für dieses Mal haben sie und ihr Begleiter sich noch die Humboldt-Box und das Deutsche Historische Museum vorgenommen – mit dem Bus, auch wenn beide Ziele nur wenige Hunderte Meter weit weg sind.

Dabei ist es trotz der Kälte eine besondere Erfahrung, in dieser Nacht unterwegs zu sein. Auch wenn viele Gehwege wegen des steten Schneefalls zunehmend rutschiger werden und es schon fast ein kleines Abenteuer ist, die Schlossbrücke mit nicht besonders stark profilierten Schuhen zu überqueren.

Touristen fotografieren sich im Schneetreiben unter den starken Scheinwerfern vor dem Eingang des Automobil-Forums, das mit der Fotoausstellung „Riten des Lebens“ und mehreren Musikbands an der Langen Nacht teilnimmt. Kinder formen begeistert kleine Schneebälle, singen „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und an der Ecke Friedrichstraße/Unter den Linden spielt ein junger Mann Trompete – fast könnte wieder Weihnachten sein.

Einen besonders starken Eindruck ruft inmitten der fallenden Flocken die Wort-Licht-Installation „Lumières“ am Reiterdenkmal Friedrich des Großen Unter den Linden hervor, die noch bis Sonntagmorgen zu sehen ist. Da sich der Geburtstag des Preußenkönigs am 24. Januar zum 300. Mal jährte, widmet sich die Lange Nacht mit vielen Angeboten dem Alten Fritz.

Gelbe Beamer-Strahlen werfen rechts und links vom Reiterdenkmal französische Verse aus Friedrichs Feder und deren deutsche Übersetzung an die Fassaden der Humboldt-Universität. „Die Ruhe ist erlaubt, aber nur unter Lorbeeren“ heißt es da unter anderem. – Wie schön, ein Hauch Sommerfantasie inmitten des Wintereinbruchs.

Wer diesem entkommen will, flüchtet ins Deutsche Guggenheim. Hier entspannen sich die Besucher bei warmen Temperaturen und leiser Musik in blauen Liegestühlen. Ein gar nicht mehr ganz so junges Paar küsst sich ausdauernd und zärtlich, als läge es am Strand. Ansonsten sind hier eher auffällig viele junge Besucher unterschiedlicher Nationalitäten unterwegs, angelockt von der lebendig und modern präsentierten Ausstellung „Found in Translation“ über interkulturelle Verständigung.

Sommer herrscht auch im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums – anlässlich der Ausstellung „Unter Bäumen. Die Deutschen und der Wald“ wurde in dem großen Hof mit Vogelgezwitscher und Videos eine fast verträumte Waldatmosphäre geschaffen. Zwei junge Mädchen werfen sich hier übermütig auf den Boden und lachen, als würden sie ins weiche Moos fallen.

Weniger zu lachen haben zum gleichen Zeitpunkt all die Besucher, welche die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel besuchen wollen. Da aus Sicherheitsgründen nur 500 Personen im Haus erlaubt sind, hat sich vor dem Eingang eine lange Schlange gebildet.

Dass das kleine Schild, das darüber informierte, dass es Eintrittskarten nur im Alten Museum gibt, in der Dunkelheit nur sehr schwer zu erkennen ist, ärgert vor allem die Besucher, die diesen Hinweis übersehen. Sie erfahren erst nach einer langen Wartezeit unmittelbar am Eingang, dass sie ohne Ticket nicht eingelassen werden. Wer schon vorher ein Ticket hatte, hat Glück. Und kann an zahlreichen Führungen teilnehmen.

Zum Beispiel mit dem Kunsthistoriker Andreas Knüppel, der Führungen zum Thema „Friedrich der Große in den Werken Adolph Menzels“ anbietet. Sympathisch gemacht und informativ ist sein Vortrag an den Gemälden „Ansprache Friedrichs des Großen an seine Generale vor der Schlacht bei Leuthen“ und „Flötenkonzert Friedrich des Großen in Sanssouci“ – sehr lang allerdings nicht. „Die Führungen an normalen Tagen sind wesentlich länger und ausführlicher“, sagt Knüppel.

Denn die Lange Nacht ist für die teilnehmenden Museen natürlich nicht zuletzt ein wichtiges Werbeinstrument. Dass sie als solches funktioniert, beweist die konstant hohe Besucherzahl. Nach Erwartungen der Veranstalter werden es trotz der winterlichen Verhältnisse und mancher dadurch bedingter Verspätungen der Shuttle-Busse auch in dieser Nacht bis zum Ende um 2 Uhr morgens wieder gut 30.000 Besucher sein.

Nach 30 Langen Nächten und 15 Jahren waren es damit insgesamt mehr als eine Million Besucher. Das einmillionste Ticket hat an diesem Samstagabend eine Frau aus Friedenau an einer der Abendkassen am Kulturforum gekauft. Als Preis darf sie mit ihrer Tochter für drei Tage nach Budapest fliegen und die dortige Lange Nacht der Museen besuchen. Da diese im Juni stattfindet, müssen sich die Gewinnerinnen dann um warme Kleidung sicherlich keine Gedanken mehr machen.

Der Tagesspiegel, [28.01.2012]

 
Beim größten deutschen Halbmarathon war das Teilnehmerlimit zuletzt auf 27.500 erhöht worden

Bereits am 14. Januar war das Teilnehmerlimit von 27.500 für den 32. Vattenfall Berliner Halbmarathon am 1. April 2012 erreicht. Beim größten deutschen Halbmarathon, mittlerweile einem der größten und schnellsten seiner Art weltweit, war das Teilnehmerlimit zuletzt auf 27.500 erhöht worden. Trotzdem war der Lauf diesmal einige Woche früher ausverkauft als vor einem Jahr, als sich Anfang März 25.500 angemeldet hatten. Start und Ziel der 21,0975 km langen attraktiven Strecke befinden sich auf der Karl-Marx-Allee, die Strecke führt über Brandenburger Tor, Schloss Charlottenburg, Ku´damm und Potsdamer Platz.

 

 
Neuer Geschäftswürfel in Mitte: Alea heißt ein Neubau der C&A-Familie Brenninkmeijer

Der Name „Alea 101“ für das neue Geschäfts- und Wohnhaus neben dem Fernsehturm, für das noch in diesem Frühjahr der Baustart erfolgen soll, ist ein Kunstname. Aber er macht Sinn: Alea steht nicht etwa wie beim benachbarten Einkaufszentrum Alexa für den nahen Alexanderplatz, sondern ist Latein und heißt schlicht Würfel. Und die 101 soll daran erinnern, dass am Standort Rathaus-/Ecke Gontardstraße vor 101 Jahren, also 1911, das erste Kaufhaus der Familie Brenninkmeijer (C&A) in Deutschland eröffnete.

Zwar wurde das Kaufhaus in den 1950-Jahren abgerissen, aber die Familie hat ihr historisches Grundstück in Mitte nicht vergessen. Von ihrem Unternehmen Redevco lässt sie nun in den kommenden zwei Jahren den neuen Geschäftswürfel errichten. 30 Meter hoch wird er werden, auf vier Geschossen soll es Läden geben, im Erdgeschoss ist Gastronomie vorgesehen. Details will eine Redevco-Sprecherin nicht nennen, solange die Verhandlungen mit Mietinteressenten noch laufen. Ein C&A-Kaufhaus werde es aber nicht werden, sagte sie. Das Haus eigne sich auch für einen einzelnen Nutzer, etwa einen Flagship-Store. Für die beiden oberen, leicht verschobenen Etagen sind die Planungen noch nicht abgeschlossen. Dort sollen Büros und einige Wohnungen entstehen. Bei ersten Überlegungen vor gut zwei Jahren war von bis zu 220 Quadratmeter großen Maisonette-Wohnungen die Rede.

Fünf Millionen Euro für Grünanlagen und Plätze

Mit dem Neubau, der nach einem Entwurf des Berliner Architektenbüros Sauerbruch Hutton entsteht, verschwindet ein Teil der Grünanlagen, die mit der Gestaltung rings um den Fernsehturm Ende der 60er-Jahre angelegt wurden. Laut Mittes Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) müssen dort in der kommenden Woche 42 Bäume gefällt werden. Zugleich könnte das Würfel-Haus erneut eine Debatte über eine Neugestaltung des durch großzügige Freiflächen geprägten Rathausforums zwischen S-Bahnhof Alexanderplatz und Spandauer Straße entfachen. Der frühere Senatsbaudirektor Hans Stimmann wollte die DDR-Gestaltung über Bord werfen und das Gebiet wieder nach historischem Vorbild eng bebauen.

Von dieser Idee hat sich der Senat inzwischen verabschiedet und 2009 Grundsätze für das Rathausforum einschließlich des Marx-Engels-Forums beschlossen, wonach die Freiräume die Grundlagen der weiteren Planungen sein sollen. Neubauten etwa entlang der Rathausstraße oder der Karl-Liebknecht-Straße sind aber nicht ausgeschlossen. Über Konzepte will die neue rot-schwarze Koalition in den kommenden Jahren nachdenken und diskutieren. Die Zeit drängt dabei nicht, weil bis 2019 das Areal insbesondere am Roten Rathaus Baustelle für die Verlängerung der U-Bahnlinie 5 ist.

Zumindest die Grünanlagen und Plätze direkt am Fernsehturm bringt der Bezirk Mitte aber schon jetzt in Ordnung – für fünf Millionen Euro. Am Kaskadenbrunnen sind bereits neue Bodenplatten verlegt. Man könnte sie als Anti-Kaugummi-Platten bezeichnen, weil sie mit Teflon beschichtet sind, damit keine Kaugummireste kleben bleiben und für hässliche schwarze Flecken wie auf dem Alexanderplatz sorgen. „Bisher funktioniert das sehr gut“, sagt Landschaftsarchitektin Martina Levin, die die Planung erarbeitet hat. Bis zum Jahresende sollen auch die übrigen Flächen erneuert und Bänke aufgestellt werden. Die Würfel-Baustelle stellt laut Levin allerdings eine kleine Behinderung dar. Der Vorplatz vor dem Haupteingang zum Fernsehturm werde zwar fertiggestellt, die Flächen unmittelbar am Geschäftshaus könnten aber erst 2014 hergerichtet werden.

Berliner Zeitung, [11.01.2012]; Fotos: Redevco

 

 
Eisbar am Bebelplatz, Kleider im U-Bahnhof: Die Fashion Week lädt zum Schauen und Feiern

Im Sommer kann ja jeder da oben auf dem Hotel de Rome stehen, im dünnen Kleidchen, einen Drink in der Hand, die Abendsonne im Gesicht – aber bei bitterkaltem Nieselwetter? Doch, auch das geht, die frische Luft ist sogar von Vorteil, zumindest für die „Fashionlounge“, die dort oben anlässlich der Modewoche aufgebaut wurde. Denn auf dem Hoteldach am Bebelplatz öffnet heute unter freiem Himmel eine Bar aus Eisblöcken, täglich geöffnet von 15 bis 20 Uhr.

An vielen Orten der Stadt beginnt am heutigen Dienstagabend die Mode-Party, die größte mit 2500 geladenen Gästen im „High Voltage“-Club. Dieser wurde auf dem Messegelände der Bread & Butter auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof aufgebaut.

Eine Stunde lang sollen die Gäste von der spanischen Künstlergruppe Fuerza Bruta elektrisiert werden mit einer Show aus Akrobatik, Tanz und Musik. Und weil Modemenschen angeblich Energie haben wie Duracell-Häschen, darf anschließend zur Musik der beiden Brüder David und Stephen Dewaele, besser bekannt als das Duo 2ManyDJs, und des DJs Mickey Moonlight vom Label Ed Banger getanzt werden.

Voll aufgeblendet wird auch das Scheinwerferlicht für die Fashion Week, die parallel zur B&B stattfindet und am Mittwoch um 10 Uhr mit der Show der Modemarke Escada Sport im Zelt vor dem Brandenburger Tor startet. 54 Designer präsentieren hier und in zahlreichen weiteren Orten bis Sonnabend ihre Kollektionen für die Herbst-/Wintersaison 2012/2013 – und wo Mode gezeigt wird, da zeigen sich auch prominente Gäste gerne. Zahlreiche Schauspieler, Musiker, Künstler werden in den nächsten Tagen zur Fashion Week anreisen und in der berühmten Front Row, der ersten Reihe direkt am Laufsteg, Platz nehmen.

Mit dabei ist beispielsweise Lara Stone, 29, eines der weltweit gefragtesten Models und in diesem Jahr das „Gesicht“ der Fashion Week. Auf dem Catwalk sind auch ältere Models gefragt. Der Berliner Designer Michael Michalsky ließ seine Mode bereits im vorigen Jahr auch von Ü-70-Models präsentieren, dieses Jahr zieht die Designerin Anja Gockel nach und holt Vera Gräfin von Lehndorff alias Veruschka auf den Laufsteg. „Germanys First Topmodel“ ist Jahrgang 1939.

Zu den Höhepunkten der Fashion Week in Sachen Promiaufgebot gehört die Show von Hugo Boss am Donnerstagmittag. In der Wandelhalle der Gemäldegalerie wird die neueste Kollektion gezeigt, am Abend gibt es dann ein gesetztes Dinner für 200 Gäste – ein kleiner Kreis für das Metzinger Modeunternehmen, das für seine opulenten Partys bekannt ist. Die Gästeliste? Noch geheim.

Das Berliner Designer-Duo Unrath & Strano lädt seine Gäste zur Show in den nicht genutzten U-Bahnhof ein, der sich zwischen Leipziger Platz und Philharmonie befindet.

Fast schon zum Inventar der Fashion Week gehört dagegen Ex-Tennisstar Boris Becker. Mit seiner Frau Lilly hat er sich für die Show von Designer Michael Michalsky angekündigt, die am Freitagabend im Tempodrom über den Catwalk geht. Der Modemacher lädt zusammen mit den Labels Roeckl und C’est Tout zur StyleNite ein – und bietet so viel Rahmenprogramm, dass die Mode fast schon zur Nebensache zu werden droht: Sängerin Jessica Six singt während der Schau von Roeckl, bevor Michalsky seine Kollektion zeigt, spielt die Künstlerin Marina & the Diamonds. Zur StyleNite wollen beispielsweise die Models Karolina Kurkova und Eva Padberg kommen, die für eine Vox-Sendung bald selbst Models casten, Musiker Peter Fox, Regisseur Oskar Roehler, Boxer Henry Maske – und Miss Piggy, denn bei der StyleNite feiert der neue „Muppets“-Film Premiere. Was Miss Piggy tragen wird, steht schon fest: Ein Kleid von Michalsky – in Sondergröße.

Der Tagesspiegel, [17.01.2012]

 

 
Erstmalig in Südostasien

Seit dem 08. Dezember 2011 sind die United Buddy Bears in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur zu Gast. Unter der Schirmherrschaft des Sultans von Selangor wird die Ausstellung bis zum 15. Februar 2012 auf dem Platz vor dem Pavilion in der Nähe der Petronas Towers zu sehen sein.

In einem großen Festakt wurde die Ausstellung von dem Bürgermeister von Kuala Lumpur, Tan Sri Ahmad Fuad Ismail, dem Minister für Tourismus, Datuk Dr. Victor Wee, dem Initiator der Ausstellung in Kuala Lumpur, Tan Sri Jojo und Klaus Herlitz feierlich eröffnet. Täglich strömen Tausende zu den insgesamt 147 Bärenskulpturen, die direkt in Downtown vor dem PAVILION Kuala Lumpur an der Bukit Bintang ausgestellt sind. Bis zum Ende der Ausstellung am 15. Februar 2012 werden – laut der Stadtverwaltung – über 3 Millionen Besucher erwartet.

Neuer United Buddy Bear für Malaysia

Während der Eröffnungsfeier wurde der neue United Buddy Bear für Malaysia enthüllt. Der Bär wurde von dem renommiertesten Künstler und Comedian des Landes, IMUDA, entworfen und bemalt.

 
Auf dem Weg zurück zur Normalität hat die Berliner S-Bahn eine weitere Etappe geschafft

Am Montagmorgen setzte das Unternehmen von seinen 650 Doppelwagen exakt 500 zur Fahrgastbeförderung ein, teilte S-Bahn-Chef Peter Buchner der Berliner Zeitung mit. "Seit dem Sommer 2009 waren noch nie so viele Züge im Linieneinsatz."

Weil sich die Techniker ins Zeug gelegt hätten, sei die verfügbare Wagenflotte in den vergangenen Monaten stetig gewachsen, so Buchner. So konnte der „Revisionsstau“ abgearbeitet werden, indem viele S-Bahnen die Hauptuntersuchung absolvierten. Inzwischen warten nur noch 85 Doppelwagen in Schöneweide auf den Werkstattbesuch. Außerdem verfügen nach einer Tauschaktion alle S-Bahnen über stabilere Räder. Wenn im Frühjahr, wie erwartet, weitere Fahrer ihre Ausbildung beendet haben, könne das Angebot für die Fahrgäste weiter verbessert werden. Dann soll die 2009 stillgelegte Linie S 85 wieder- belebt werden, sagte Buchner.

Berliner Zeitung, [09.01.2012]

 
Anrainer, Bezirk und Polizei wollen gemeinsam für mehr Sicherheit und Sauberkeit am Alex sorgen

Sauberer, sicherer, attraktiver – so soll sich der Alexanderplatz in Zukunft den Berlinern und den Touristen präsentieren. Dieses Ziel hat sich eine Initiative von Anrainern sowie Unternehmern mit dem Bezirk Mitte und der Polizei gesetzt. Sie haben sich am Freitag zu einem Alex-Bündnis zusammengeschlossen und eine Vereinbarung unterzeichnet. Schwerpunkte sind die Müllbeseitigung, die Sicherheit und das Nebeneinander der verschiedenen Nutzergruppen. Festgeschrieben in der Vereinbarung ist zudem, dass in diesem Jahr für Ortsfremde ein neues Orientierungssystem installiert werden soll.

Mittes Bürgermeister Christian Hanke (SPD) sagt, der Alexanderplatz zähle zu den bedeutendsten Plätzen der Stadt und sei mit mehr als 300 000 Besuchern täglich auch einer der belebtesten. Mit dem Vertrag habe man erstmals Ziele definiert, die man nun gemeinsam erreichen wolle. Zu dem Bündnis gehören mehr als ein Dutzend Partner. Sie kümmern sich um den Alexanderplatz am Brunnen der Völkerfreundschaft, aber auch um das Gebiet am Fernsehturm und die Grünflächen bis zur Spandauer Straße.

Anwohner von Lärm gestört

Vor allem dort gibt es immer wieder Konflikte. Anwohner des Wohnblocks an der Rathausstraße hatten sich schon vor fünf Jahren über Saufgelage von Jugendlichen beschwert, über Verwahrlosung, Müll, zersplitterte Glasflaschen und Pöbeleien. Der Bezirk erließ ein Alkoholverbot für die Grünanlage, das aber nur mäßigen Erfolg brachte. Derzeit lässt er die Flächen am Fernsehturm für fünf Millionen Euro neu gestalten. Erste Bereiche mit hellen Bodenplatten und neuen Holzbänken sind fertiggestellt.

Das sieht Anwohner Rolf Schulz vom Mieterbeirat Rathausstraße positiv, auch dass die Trinkgelage vor allem an Freitagabenden durch Einsätze von Polizei und Ordnungsamt begrenzt werden konnten. Trafen sich anfangs bis zu 500 Jugendliche zum Partymachen, sind es derzeit nur noch etwa 50, die sich entweder nahe der Marienkirche oder inzwischen in der Rathausstraße aufhalten. Weiterhin stört die Anwohner allerdings der Lärm, der auch von Touristen verursacht wird.

Nach Einschätzung der Polizei ist der Alexanderplatz kein Gebiet, das durch eine hohe Kriminalitätsrate auffällig ist. 2011 wurden dort vor allem Taschendiebstähle registriert, dazu 60 Raubdelikte und ebenso viele Körperverletzungen. Das seien „verschwindend geringe Zahlen“, sagt Michael Krömer, Leiter der Polizeidirektion 3. Probleme seien aber weiterhin exzessiver Alkoholkonsum und Urinieren in der Öffentlichkeit. „Durch unsere Präsenz versuchen wir die Ordnung so herzustellen, dass sich alle Menschen hier wohlfühlen“, sagt Krömer.

Touristen sollen sich besser zurechtfinden

Und dazu gehören auch die Jugendlichen. Um die kümmern sich sowohl die Platzmanager vom Moabiter Ratschlag als auch Sozialarbeiter von Gangway. Sie legen Regeln fest, etwa dass nach 22 Uhr nicht mehr Streetball gespielt wird. Sie organisieren Projekte, bei denen Jugendliche an Wochenenden helfen, die Grünanlagen sauber zu machen. „Wenn die Jugendlichen sehen, sie werden akzeptiert, dann halten sie sich an die Regeln“, sagt Katharina Homann vom Moabiter Ratschlag. Der Alex sei bunt, Gothics und Streetdance seien eine Bereicherung für den Platz.

Stefanie Peitzmeier vom Projekt Service in the City beim Senat will in diesem Jahr erreichen, dass sich Touristen am Alex besser zurechtfinden. Bis Ende Januar wird untersucht, welche Mängel das Areal hat, welche Wegweiser zu Haltestellen fehlen und wie alltagstauglich der Platz ist. So fehlt am Fernsehturm seit Jahren auch eine öffentliche Toilette. Die soll nun nahe der Marienkirche aufgestellt werden. „Dreieinhalb Jahre hat das gedauert, so etwas muss künftig schneller geklärt werden“, sagt Anwohner Schulz.

Berliner Zeitung, [06.01.2012]

 

 
"Es lebe die Revue" und Candlelight Dinner-Menü "Genuss zu Zweit"

Eingerichtet mit originalen Requisiten der CCC Filmstudios und vielen Erinnerungen an große deutsche Filme, bietet das Restaurant "Movie" Platz für angeregte Gespräche und lädt zum Schlemmen ein. Es erwartet Sie eine Auswahl regionaler und internationaler Gerichte.

Aus unserem Kulinarischen Kalender: Es lebe die Revue: 05. Januar 2012 - 07. März 2012

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 06.30 - 10.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 07.00 - 11.00 Uhr
Mittag (kleine Karte): 11.30 - 13.30 Uhr
Abendessen: 17.30 - 22.00 Uhr

Kids eat free
Kinder bis einschließlich 12 Jahre essen in unserem Restaurant aus der Kinderkarte kostenfrei, wenn sie in Begleitung eines zu Mittag oder zu Abend essenden Erwachsenen sind (max. 2 Kinder pro einem Erwachsenen). Dieses Angebot gilt für Familien, die im Hotel übernachten.

"Genuss zu Zweit"

Jeden Freitag ab 18:00 Uhr können Sie ein 3-Gang-Menü genießen - Candlelight Menü
Preis pro Person: 22,00 Euro

 
Wegen Fahrermangels gab es auch am Silvesterwochenende Probleme bei der S-Bahn – das ändert sich nicht vor dem Frühjahr

Die S-Bahn ist so ins neue Jahr gefahren, wie sie das alte beendet hat: mit Engpässen beim Fahrpersonal und als Folge davon mit ausgefallenen Fahrten. Damit müssen Fahrgäste auch in den kommenden Wochen rechnen. Zwar hat am Sonntag erneut ein sehr hoher Krankenstand zu den Einschränkungen im Betrieb geführt, doch dem Unternehmen fehlen generell Fahrer – nach eigenen Angaben rund 50. Knapp tausend sind derzeit vorhanden. Eine Entspannung wird es erst geben, wenn im Frühjahr Ausbildungslehrgänge abgeschlossen sein werden.

Gestern fuhren auf der S 25 (Teltow Stadt-Hennigsdorf) die Züge auf der gesamten Strecke nur alle 20 Minuten; planmäßig soll es zwischen Teltow und Nordbahnhof tagsüber einen Zehn-Minuten-Verkehr geben.

Die S 47, die normalerweise zwischen Spindlersfeld und Hermannstraße fährt, beendete ihre Fahrten aus Spindlersfeld bereits in Schöneweide – wie bereits in den vergangenen Tagen, als es ebenfalls Personalmangel gab. Auch auf der S 75 (Wartenberg-Westkreuz) fielen nach Angaben eines Sprechers einzelne Fahrten aus. Der Silvesterverkehr dagegen habe - mit Ausnahme der S 47 - planmäßig angeboten werden können, sagte der Sprecher weiter.

Wenn nicht genügend Fahrer zur Schicht erscheinen, versuche man, die Einschränkungen auf einzelne Linien zu konzentrieren, sagte der Sprecher. Dies sei auch für die Fahrgäste leichter nachzuvollziehen, als immer wieder im gesamten Netz Fahrten ausfallen zu lassen. Ziel sei es, vor allem in der Innenstadt und auf den wichtigsten Zulaufstrecken weiter nach Plan zu fahren. Deshalb trifft es meistens die S 47, auf der in der Regel nur wenige Fahrgäste unterwegs sind.

Problematischer sind die Einschränkungen auf der S 25. Die im Februar 2005 eröffnete Strecke nach Teltow Stadt hat zwar die hohen Erwartungen bei den Fahrgastzahlen bisher nicht erfüllt, so dass es auch hier vergleichsweise nur wenige Fahrgäste trifft, dazu beigetragen haben aber auch häufige Einschränkungen im Betrieb, die potenzielle Kunden davon abgehalten haben, S-Bahn zu fahren. Gleich nach der Eröffnung zwangen Baustellen in Berlin Fahrgäste zum teilweise mehrfachen Umsteigen, und auch der bereits für Sommer 2009 bestellte Zehn-Minuten-Verkehr, von dem man sich eine deutliche Zunahme der Fahrgastzahlen versprochen hatte, kam erst im Juli 2011. Der – vorübergehende – 20-Minuten-Takt macht die Strecke nun wieder unattraktiver, vor allem, wenn Fahrgäste erst auf dem Bahnhof merken, dass sie lange auf den Zug warten müssen.

Wie viele Fahrer sich am Sonntag krank gemeldet hatten, konnte der Sprecher nicht sagen. In den vergangenen Tagen waren es jeweils knapp hundert von den etwa tausend Triebfahrzeugführern. Dass dahinter eine gezielte Aktion steckt, bestreiten das Unternehmen und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einhellig. Die GDL führt den hohen Krankenstand auf die Belastungen der Fahrer zurück. Lange Schichten und Überstunden – jeweils im zulässigen Rahmen – seien die Hauptursache. Hinzu komme die Abfertigungsmethode, bei der die Fahrer in der Regel den Führerstand verlassen müssen, um den Ein- und Ausstieg der Fahrgäste zu überwachen. Dafür war und ist ein Monitorsystem im Führerstand vorgesehen, doch dieses ist bis heute nicht zugelassen. Die Abfertiger auf den Bahnhöfen hatte die frühere Geschäftsführung aber schon vorher bis auf wenige Ausnahmen abgezogen.

Die neue Geschäftsführung dagegen macht Verbesserungen in den Tarifverträgen sowie eine Zunahme der Fahrzeugkontrollen, die auch Fahrer binde, als Ursache für den Mangel aus. Neueinstellungen hatte sie bereits 2009 versprochen.

Der Tagesspiegel, [02.01.2012]

 
Die Party am Brandenburger Tor verlief aber friedlich

In der Silvesternacht gab es nach Polizeiangaben mehr Verletzte durch Böller als in den Vorjahren. Berlinweit waren es nach Schätzungen etwa 200. Das Unfallkrankenhaus in Marzahn zählte bis 8 Uhr am Neujahrsmorgen alleine 17 Opfer durch Pyrotechnik, dies sei „überdurchschnittlich viel“, wie Kliniksprecherin Angela Kijewski berichtete. Darunter waren fünf schwere Handverletzungen durch Explosionen, dabei wurden Finger ganz oder teilweise abgerissen, überwiegend durch illegale Polenböller. Das Unfallkrankenhaus Berlin gehört zu den großen handchirurgischen Zentren in Deutschland, in das besonders schwer Verletzte auch aus anderen Bundesländern eingeliefert werden.

Der schwerste Unfall ereignete sich bereits um 17 Uhr am Silvestertag in Bernau. Einem 32-Jährigen wurde durch einen Polenböller eine Hand vollständig zerstört, in einer siebenstündigen Operation versuchte ein mehrköpfiges Team um Chefarzt Andreas Eisenschenk möglichst viel zu retten. Um 22.30 Uhr wurde ein 36-Jähriger aus Berlin in den OP-Saal gebracht, dem so genannte Vogelschreckmunition in der Hand explodiert war. Diese wird eigentlich aus Pistolen abgefeuert, der Einsatz ist nur Bauern erlaubt, in der Stadt ist der Gebrauch illegal. Zudem gab es fünf schwer Brandverletzte durch Missbrauch von Krachern, bei einem 48-Jährigen waren 24 Prozent der Hautoberfläche verbrannt. Alle durch Pyrotechnik Verletzten waren Männer.

Die Feuerwehr zählte 1135 Fahrten von Rettungswagen, 140 mehr als im Vorjahr, darunter waren viele Verletzte nach Schlägereien und Alkoholvergiftete. Die Party am Brandenburger Tor verlief friedlich, trotzdem benötigten mehr als 300 Personen die Hilfe der Sanitäter des DRK, mehr als 70 Personen wurden von dort in Krankenhäuser gebracht.

Polizei und Feuerwehr hatten in der Silvesternacht zwar viel Arbeit, spektakuläre Einsätze wegen Großbränden oder schweren Gewalttaten waren aber – anders als in den meisten Vorjahren – nicht darunter. Wie von der Feuerwehr befürchtet, stieg allerdings die Zahl der Brände deutlich an. 397 Mal mussten Löschzüge zwischen 19 Uhr und 6 Uhr ausrücken, zwei Wohnungen brannten, zudem in Prenzlauer Berg ein Möbellager. In den beiden Vorjahren hatten die Zahlen mit 281 und 231 Bränden deutlich niedriger gelegen. Die Steigerung liegt jedoch vor allem an der trockenen und recht warmen Witterung in diesem Jahr; in beiden Vorjahren hatten Schnee und Eis viele Feuer verhindert. Zum Jahreswechsel 2003/2004 hatte in diesen elf Stunden knapp 800 Brände gegeben, sonst schwankte die Zahl meist zwischen 400 und 600. Inwieweit die neue Pyrotechnik Brände verursacht hat, konnte die Feuerwehr nicht einschätzen. Wie berichtet, waren in diesem Jahr erstmals nach einer Gesetzesänderung der EU in Deutschland Raketen mit bis zu 500 Gramm Schwarzpulver erlaubt, zuvor waren es nur 200 gewesen. Balkonbrände, die auf Wohnungen übergreifen, hat es jedoch schon immer gegeben.

Gegen einen Böller-Werfer rückte das SEK an

Die Polizei zählte zwischen 18 Uhr und 6 Uhr etwa 1700 Funkstreifeneinsätze, genau so viele wie letztes Jahr. Bemerkenswert war nach Angaben des Präsidium ein Fall in Hohenschönhausen: Ein 37-Jähriger hatte aus seiner Wohnung heraus einen Passanten mit Pyrotechnik beschossen. Da der Schütze freiwillig nicht die Tür öffnete, sondern weiterballerte, rückte das SEK an und stürmte die Wohnung. Munition und Pyrotechnik wurden sichergestellt, der Mann vorübergehend festgenommen.

Auffallend viele Autos brannten durch fehlgeleitete oder missbrauchte Böller ab, etwa zehn stadtweit. Ein politisches Motiv war nicht zu erkennen. Allerdings wurde die Polizei von der linken Szene bei der so genannten „Knastdemo“ in Moabit in der Silvesternacht mit Böllern beschossen. In Friedrichshain und auf der Oberbaumbrücke flogen Steine auf Polizeiautos, mehrere Beamte wurden durch zersplitternde Scheiben verletzt. Mehrere Randalierer wurden festgenommen.

Friedlich verlief hingegen die größte Silvesterparty der Stadt: Hunderttausende Berliner und Touristen haben auf der Festmeile am Brandenburger Tor in das neue Jahr hinein gefeiert. Schon gegen 19 Uhr mussten die ersten Zugänge wegen des großen Andrangs gesperrt werden, um 23 Uhr war das Gebiet nach Beobachtung der Polizei „voll“. Die Veranstaltung auf der Straße des 17. Juni gilt als eine der weltweit größten Silvesterpartys, nach Angaben der Tourismus-Gesellschaft „visit berlin“ war es für die Hotels „eines der besten Silvester seit dem Jahr 2000“. Wegen des angenehmen Wetters kamen die ersten Besucher bereits am frühen Nachmittag. Überstrahlt wurden die Auftritte der Scorpions, von Udo Jürgens und Kim Wilde vom zehnminütigen Höhenfeuerwerk.

620 Männer und Frauen der BSR begann wie in jedem Jahr um 3 Uhr am Neujahrsmorgen mit dem Aufräumen. Nach Einschätzung von Sprecherin Sabine Thümler lagen „viele Batterien, aber weniger rote Fetzen“ auf den Straßen. Das sei ärgerlich, da die großen Pappbehälter per Hand eingesammelt werden müssen, da Maschinen dies nicht schaffen. Thümler appellierte an alle Berliner, den gröbsten Müll vor dem eigenen Haus selbst zu beseitigen.

Der Tagesspiegel, [02.01.2012]

 
In der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz

Die Galeria Kaufhof am Alexanderplatz präsentiert auf einer Sonderfläche in der 3. Etage närrische Partyideen und verrückte Karnevalskostüme.

Hier finden Sie alles für... Damen, Herren, Mädchen, Jungen und MiniKids. Damit die richtige Partystimmung aufkommt, finden Sie bei uns Kostüme, Zubehör, Hüte, Perücken, Clownfiguren, Schminke, Dekoration und viele tolle Accessoires.

 
Berlins weltbekannter Eisbär soll ein Denkmal bekommen

Knut forever – mehr als 20 Künstler aus dem deutschsprachigen Raum haben ihre Ideen bei einem Wettbewerb eingereicht, den der Förderverein für Zoo und Tierpark ausgeschrieben hat: Berlins weltbekannter Eisbär, der im vergangenen Frühjahr nach einer viralen Hirninfektion in den Wassergraben seines Geheges stürzte und ertrank, soll ein Denkmal erhalten. Am Dienstag endete die Einsendefrist. Eine Jury wird Anfang nächsten Jahres entscheiden, welche der Ideen für eine Bronzeskulptur verwirklicht wird. Abgeliefert wurden nicht nur Zeichnungen, sondern auch Modelle, darunter eine mehr als 100 Kilogramm schwere Stahlskulptur.  „Auch etwa 15 Laien haben uns Ideenskizzen geschickt“, sagt Thomas Ziolko, der Vorsitzende des Fördervereins. „Diese werden allerdings nicht gewertet.“ Denn Knut solle ein professionelles Denkmal bekommen.

Noch werden die eingereichten Arbeiten nirgendwo gezeigt. „Nach der Entscheidung der Jury wird der Siegerentwurf öffentlich vorgestellt“, sagt Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz. Die Skulptur soll den jungen Knut, etwa drei Monate alt,  in Lebensgröße zeigen. So wie ihn viele Berliner und Menschen aus aller Welt liebten. Der von seiner Mutter verstoßene Eisbär, der von seinem ebenfalls verstorbenen Pfleger Thomas Dörflein mit der Hand aufgezogen wurde, war eines der berühmtesten Berliner Zootiere, weit über die deutsche Hauptstadt hinaus. Deshalb  bekommt er wie  andere bekannte und beliebte Zoo-Bewohner, zum Beispiel Gorilla Bobby und Nilpferd Knautschke,  sein eigenes Denkmal. „Die Knut-Skulptur wird im Frühjahr zwischen Eisbärengehege und Vogelhaus aufgestellt“, sagt der Zoochef.  Etwa 15 000 Euro betragen die Kosten, das Geld soll aus Spenden kommen, sagt Ziolko. „10 000 Euro haben wir inzwischen zusammen.“ Er sei sicher, dass die Berliner noch mehr spenden, wenn der Sieger-Entwurf erst einmal ausgewählt sei.

Wirklicher Knut liegt im Eisfach

Der wirkliche Knut liegt derweil  noch im Berliner Naturkundemuseum in einem Eisfach. Denn der berühmte Bär soll als Dermoplastik aufgebaut werden wie der schon 1935 gestorbene Gorilla Bobby, der noch heute  das  Wappentier des Berliner Zoos ist. Der gewaltige Silberrücken steht, fast lebendig aussehend, im Naturkundemuseum. Doch Knut-Liebhaber hatten sich schon kurz nach dem Tod des Eisbären gegen das „Ausstopfen“ gewandt, sogar eine Demo vor dem Zoo veranstaltet. Dabei hat eine Dermoplastik eigentlich gar nichts mit Ausstopfen zu tun. Denn es wird ein Modell angefertigt über das dann das Fell des Bären gezogen wird, so dass er möglichst lebensecht dargestellt wird.

Allerdings wird das noch dauern. „Es ist noch alles offen. Derzeit haben wir keinen Termin für die Präparation,“ sagt Museumssprecherin Gesine Steiner. Es gebe auch noch keine Klarheit darüber, wann und in welchem Rahmen Knut im Naturkundemuseum gezeigt werde.

Berliner Zeitung, [20.12.2011]

 
ALEXA führt innovatives Gutscheinsystem mit PAYLIFE ein

Seit dem 1. Dezember 2011 ist das Einkaufen im ALEXA, dem Shopping- und Freizeitcenter direkt am Alexanderplatz, noch einfacher geworden und hat damit beste Vorraussetzungen für die bevorstehenden Weihnachtseinkäufe geschaffen. Grund dafür ist das neue Gutschein-Programm, dass das ALEXA in Kooperation mit PAYLIFE rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit einführt.

Die neue ALEXA Geschenkkarte ist eine Maestro Prepaid Karte, die ganz einfach wie eine EC-Karte in allen Läden des Centers eingesetzt werden kann. Besucher erhalten die Karte am Infopoint im Erdgeschoss des ALEXA und können diese mit dem gewünschten Guthaben einmalig aufladen. Das Guthaben kann jederzeit per SMS, online oder im ALEXA abgefragt werden.

"Wir freuen uns sehr, unser Serviceangebot durch dieses innovative Gutscheinsystem erweitern zu können. Damit erleichtern wir unseren Besucher das Einkaufen – vor allem jetzt, wo die großen Geschenkeinkäufe für das Weihnachtsfeste bevorstehen", sagt Oliver Hanna, Center Manager des ALEXA.

 
Chris Gebert und Bernhard Bozian unterstützen Aktion "Wunschzettelbaum"

Die Stars der Sat.1-Erfolgsserie "Anna und die Liebe" Chris Gebert und Bernhard Bozian nahmen sich heute eine kurze Drehpause und schauten exklusiv im ALEXA, dem Shopping- und Freizeitcenter direkt am Alexanderplatz vorbei.

Mit ihrem Besuch unterstützten sie die Aktion "Wunschzettelbaum", die das ALEXA zusammen mit Laughing Hearts e.V. noch bis zum 18. Dezember 2011 durchführt. Hierbei werden Wünsche von Heimkindern und sozial benachteiligten Kindern gesammelt und als kleine Wunschzettel an den Weihnachtsbaum im ALEXA gehängt. Jeder kann vorbei kommen und einen Herzenswunsch im Wert von zehn Euro erfüllen. Dabei können Besucher entweder selber aktiv werden und das Wunschzettelgeschenk besorgen oder direkt eine Spende an dem Infostand von Laughing Hearts e.V. einreichen. Der Verein sammelt, verpackt und besorgt dann die Geschenke für die Kinder und verteilt am Weihnachtsabend die Gaben an die Kleinen.

Chris Gebert und Bernhard Bozian zeigten wie einfach es ist einen Kinderwunsch zu erfüllen und besorgten direkt vor Ort schon einmal die ersten Geschenke.

 
Chris Gebert und Bernhard Bozian unterstützen Aktion "Wunschzettelbaum"

Die Stars der Sat.1-Erfolgsserie "Anna und die Liebe" kommen ins ALEXA! Chris Gebert und Bernhard Bozian nehmen sich eine kurze Drehpause und schauen exklusiv am Mittwoch, den 14. Dezember 2011 von 14 Uhr bis 15 Uhr an der Bühne auf dem Metropolis Court im ALEXA, dem Shopping- und Freizeitcenter direkt am Alexanderplatz vorbei.

Mit ihrem Besuch unterstützen sie die Aktion "Wunschzettelbaum", die das ALEXA zusammen mit Laughing Hearts e.V. noch bis zum 18. Dezember 2011 durchführt. Hierbei werden Wünsche von Heimkindern und sozial benachteiligten Kindern gesammelt und als kleine Wunschzettel an den Weihnachtsbaum im ALEXA gehängt. Jeder kann vorbei kommen und einen Herzenswunsch im Wert von zehn Euro erfüllen. Dabei können Besucher entweder selber aktiv werden und das Wunschzettelgeschenk besorgen oder direkt eine Spende an dem Infostand von Laughing Hearts e.V. einreichen. Der Verein sammelt, verpackt und besorgt dann die Geschenke für die Kinder und verteilt am Weihnachtsabend die Gaben an die Kleinen.

Chris Gebert und Bernhard Bozian machen es vor und besorgen direkt vor Ort schon einmal die ersten Geschenke. Unterstützt werden die Schauspieler dabei von Nadine Weber, Vereinsleitung Laughing Hearts e.V.

 
United Buddy Bears – erstmals in Südostasien

Vom 08. Dezember 2011 bis zum 15. Februar 2012 wird die Ausstellung der United Buddy Bears in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur - und damit erstmalig in Südostasien - präsentiert. Unter der Schirmherrschaft des Sultan von Selangor, Sultan Sharafuddin Shah, werden 147 Bären in Downtown auf dem Platz vor dem Pavilion an der Bukit Bintang zu sehen sein.

Während der 10 Ausstellungswochen wird vor allem die Hilfe für Kinder in Not eine zentrale Rolle einnehmen. Über Patenschaften für die einzelnen Länderbären sowie zahlreiche Sideevents werden Spenden für vier Kinderhilfsorganisationen gesammelt.

So konnten in den vergangen 22 Ausstellungen 1.8 Mio. Euro an Kinderhilfsprojekte übergeben werden.

Feierliche Eröffnung

Vor rund 3.000 geladenen Gästen wird der Sultan von Selangor die Ausstellung gemeinsam mit dem Bürgermeister von Kuala Lumpur, Tan Sri Ahmad Fuad Ismail, und Dr. Klaus Herlitz eröffnen. Begleitet wird die Zeremonie vom Malaysischen Symphonieorchester sowie von nationalen Künstlern.

Neuer United Buddy Bear für Malaysia

Höhepunkt der Eröffnung wird die Enthüllung des neuen malaysischen Bären sein, der von Imuda, einem der erfolgreichsten malaysischen Künstler und Comedians, gestaltet worden ist. In Form eines Cartoons mit typischen malaysischen Symbolen zeigt sich die Vielseitigkeit des südostasiatischen Staates in den Farben der Nationalflagge.

Sponsoren in Kuala Lumpur

Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren und Partnern der Ausstellung. Das Organisationsteam vor Ort, E-Plus Entertainment Productions (m) Sdn Bhd, hat es ermöglicht dieses Projekt in Kuala Lumpur zu realisieren.

 
Der Regen hat vielen Händlern in den Einkaufsstraßen das Adventsgeschäft vermiest

Nieselregen, kalter Wind, Schmuddelwetter eben: Das hat den Händlern in Berlins Einkaufsstraßen am Sonntag teilweise ihr Adventsgeschäft vermiest. Die Zahl der Flaneure war bis zum frühen Nachmittag noch recht hoch, doch kaum fielen die ersten Tropfen, zog es die meisten Kunden ins trockene Kaufhaus oder in die Center. Und wegen der bislang eher milden Temperaturen waren die Kunden „sehr zurückhaltend, vor allem bei Wintersportartikeln und Winterkleidung“, teilte der Handelsverband mit. Dafür machte sich bemerkbar, dass am Dienstag der Nikolaustag bevorsteht: „Besonders Schokolade, sowie Parfum und kleine Spielwaren" seien die Renner, hieß es.

Der Umsatz im Weihnachtsgeschäft, das für die meisten Läden etwa Mitte November begonnen hat, liege „gleichauf mit 2010“, sagte KaDeWe-Sprecherin Petra Fladenhofer. Durch das warme Wetter habe es nur „Verschiebungen“ gegeben: Wintermode war auch im zweitgrößten Warenhaus Europas am Wittenbergplatz wenig gefragt, im Gegensatz zu Schmuck oder Designerstücken für die Inneneinrichtung. Und sogar modische Frühlingskollektionen gingen schon „sehr gut".

Als der Kaufhof am Alexanderplatz seine Türen öffnete, strömten so viele Kauflustige hinein, „als hätten wir seit Tagen geschlossen gehabt“, erzählte Geschäftsführer Detlef Steffens. „Dabei war doch am Samstag bis 22 Uhr geöffnet“. Aber der zweite Adventssonntag galt wegen der veränderten Ladenschlussregeln als erster Höhepunkt des Weihnachtsgeschäfts. Seit 2010 dürfen Berlins Läden nur noch an zwei Adventssonntagen öffnen, weil die Kirchen gegen den Verkauf an allen vier Sonntagen erfolgreich geklagt hatten. Deshalb gibt es erst wieder am 18. Dezember eine Sonderöffnung. Viele Läden versuchen dies durch längere Verkaufszeiten werktags auszugleichen.

Das aber gelingt nur bedingt: „Viele Touristen, die am Sonntag die Stadt besuchen, sind am Montag wieder weg", sagt Kaufhof-Chef Steffens. Bereits 2010 sei der Umsatz wegen des Wegfalls zweier Sonntage spürbar gesunken. Erfreulicher seien die vielen Weihnachtsmärkte: Reisende aus ganz Europa kämen „extra dafür nach Berlin“. So beflügelte auch der Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg den dortigen Umsatz. Im Modekaufhaus Peek & Cloppenburg freute man sich über Verkaufszahlen, die dank der steigenden Touristenzahlen sogar höher seien als früher. In der Tauentzienstraße wird dagegen das Flanieren noch immer durch die vielen Baustellen erschwert.

„Insgesamt sind wir ganz zufrieden“, bilanzierte der Handelsverband am Abend. Noch mehr erwartet man vom vierten Adventssonntag. Erfahrungsgemäß nutzten viele Berliner erst das letzte Wochenende vor Heiligabend für ihren Geschenkekauf.

Der Tagesspiegel, [05.12.2011]